So war das Werkstattgespräch im Programm ZukunftsBande:
Spannende Aha-Momente durch Prof. Karim Fereidooni beim Thema Diversitätssensibilität
28.04.2026
Ein gemeinsames Frühstück in angenehmer Atmosphäre, zahlreiche fachliche Impulse und unkomplizierte Möglichkeiten zum Austausch – so gestaltete sich auch das jüngste Werkstattgespräch im Rahmen unseres Peer-Learning-Programms ZukunftsBande mit 24 Teilnehmenden.
Das Werkstattgespräch bringt regelmäßig Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen, Personalerinnen und Ausbilder*innen aus den beteiligten Schulen und Unternehmen zusammen. Ziel ist es, voneinander zu lernen, das Programm gemeinsam weiterzuentwickeln und aktuelle Themen aus Bildung und Arbeitswelt in den Blick zu nehmen.
Den thematischen Input übernahm diesmal Prof. Karim Fereidooni von der Ruhr-Universität Bochum. Fereidooni ist Professor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung und arbeitet schwerpunktmäßig zu den Themen Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen, Schulforschung und Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft und Diversitätssensible Lehrer*innenbildung.
In seinem Vortrag „Diversitätssensibilität in Gesellschaft und Bildungsinstitutionen“ beleuchtete er unterschiedliche Diversitätsmerkmale sowie die gesellschaftliche Konstruktion von „Normalität“ und zeigte auf, wie dadurch auch in Bildungsinstitutionen Ausschlüsse entstehen.
Darüber hinaus erläuterte Fereidooni zentrale Begriffe des Themenfeldes, darunter „Intersektionalität“ – also das Zusammenwirken verschiedener Persönlichkeitsmerkmale, aufgrund derer Menschen Diskriminierung erfahren können. Mit praxisnahen Reflexionsfragen, die an die Lebensrealität der Teilnehmenden anknüpften, sorgte er für zahlreiche Denkanstöße und spannende Aha-Momente.
Abschließend stellte er konkrete Maßnahmen vor, mit denen Unternehmen und Bildungseinrichtungen Diversität konstruktiv fördern können – etwa durch transparente Kommunikation und eine strukturelle Verankerung diversitätssensibler Ansätze.
In einem weiteren Kurzinput nahm Sophie Löhlein, Leiterin der GLS Zukunftsstiftung Bildung, die Altersgruppe der am Programm teilnehmenden Schüler*innen in den Blick. Dabei vermittelte sie interessante Zahlen und Erkenntnisse zu psychischen Belastungen bei Jugendlichen sowie zu neuropsychologischen Entwicklungen in der Adoleszenz.
Mit dabei waren bei diesem Werkstattgespräch im Programm ZukunftsBande Vertreter*innen von: Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen, Bernard-Overberg-Realschule Recklinghausen, BOGESTRA AG, Evonik Industries AG, Gesamtschule Bochum-Mitte, GLS Bank, Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, Lessing Realschule Gelsenkirchen, Senior Expert Service (SES), Sparkasse Gelsenkirchen, Stadt Bottrop, WiN Emscher-Lippe GmbH, Wirtschaftsförderung Dortmund und Wolfgang-Borchert-Gesamtschule Recklinghausen.