Lehrkräfte tauschen sich aus.

Bildungsinstitutionen zu Gast bei der GLS Zukunftsstiftung Bildung

3 Beispiele für Weiterentwicklung im Netzwerk

06.10.2026

Die GLS Zukunftsstiftung Bildung ist in Bewegung: Wir sind vor Ort, laden zu uns ein, stellen Fragen, hören zu und möchten immer besser verstehen, welche Initiativen und Unterstützungsformate aktuell für eine positive und zukunftsorientierte Entwicklung und Transformation im Bildungssystem gebraucht werden.

Unsere Programme begleiten Schüler*innen mittlerweile über die Spanne der gesamten Schullaufbahn: In dem wirkungsorientiert geplanten und im letzten Jahr im Rahmen eines Pilotprojekts erfolgreich erprobten Programm BildungsBande begleiten Grundschulkinder die jüngeren Vorschulkinder aus der Kita zur Vorbereitung des ersten relevanten Bildungsübergangs. 
Die BildungsTandems gestalten den Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule. 
Und die ZukunftsBande richtet den Blick auf den Übergang von der Schule in die Ausbildung, das Studium und den Beruf.

Dabei ist es uns ein Anliegen, immer wieder die Perspektiven der verschiedenen Akteur*innen zu verstehen und diese miteinander zu vernetzen. Hierfür haben wir in den vergangenen Jahren einige spannende Veranstaltungen und Netzwerktreffen entwickelt, von denen wir hier drei vorstellen.

  1. Das Pilotprojekt BildungsBande, welches im Schuljahr 2026/2027 verstetigt und auf mittlerweile 22 teilnehmende Institutionen ausgebaut werden konnte, wurde gemeinsam in einer Reihe von Online- und Hospitationstreffen sowie drei mehrstündigen Präsenztreffen vor Ort bei der GLS Zukunftsstiftung Bildung gemeinsam mit unseren Programmmultiplikator*innen – pädagogischen Fachkräften aus Grundschule, OGS und Kindertagesstätte – entwickelt. Der unterstützende Austausch untereinander sowie die Etablierung eines institutionsübergreifenden Netzwerks trug dazu bei, das neue Programm auf starke Säulen zu stellen und von der Expertise und den Ideen vieler Institutionen profitieren zu lassen. So konnte ein überzeugendes und praxisnahes Programm entwickelt werden, das die individuellen und systemischen Herausforderungen der beteiligten Bildungsinstitutionen bereits von Beginn an mitgedacht hat und somit die beteiligten Kinder in besonderem Maße unterstützen kann.
     
  2. Bei unserem Runden Tisch „BildungsTandems als Unterrichtsfach“ kurz vor den Sommerferien haben wir gemeinsam mit Schulleitungen und Lehrkräften verschiedener Schulen und Schulformen daran gearbeitet, Ideen zu entwickeln, um Peer-Learning zur Unterstützung von Schüler*innen stärker in die existierenden Schulstrukturen zu verankern. Im Mittelpunkt stand unter anderem die Frage, wie aus dem erfolgreichen Peer-Learning-Projekt BildungsTandems ein Baustein nachhaltiger Schulentwicklung werden kann. Entwickelt wurden Ansätze für ein zweijähriges Curriculum der BildungsTandems als fest etabliertes Wahlpflichtfach in der Mittelstufe sowie Ideen für geeignete Materialien und Formen der Leistungsmessung. Begleitend wurden erste Ideen für eine Multiplikator*innen-Ausbildung zur Unterstützung der didaktischen Gestaltung von Peer-Learning-Settings sowie zur nachhaltigen Implementierung von Schulentwicklungsprozessen gesammelt.
     
  3. In Werkstattgesprächen rund um die ZukunftsBande bringen wir Menschen aus Schule, Ausbildung und beruflicher Praxis zusammen, um Expertise aufzubauen, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, Erfahrungen auszuwerten und das Programm gemeinsam weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist es uns hier, Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen und ihnen einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen. Wie geht es den Neunt- und Zehntklässlern aktuell in der Schule? Welche Herausforderungen erleben die, bald als Auszubildende in den Betrieb kommenden, jungen Menschen? Und wie kann dieses Wissen den Ausbildungsleitungen in den Betrieben helfen? Umgekehrt ermöglicht ein intensiver Blick auf die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe den Lehrkräften die Möglichkeit, ihre Schüler*innen möglichst passend vorzubereiten.

Über die vergangenen Jahre ist rund um die Projekte und Programme der GLS Zukunftsstiftung Bildung ein großes Netzwerk aus Schulen und weiteren Bildungsinstitutionen, pädagogischen Fachkräften, Wissenschaft, Ausbildung und weiteren Partner*innen gewachsen. Wir planen und entwickeln den Rahmen, geben Inspiration und Input aus Theorie, Wissenschaft und Praxis, bringen Menschen und Perspektiven zusammen und schaffen Räume, in denen aus geteilten Erfahrungen und Best Practice neue Lösungen und Entwicklungen entstehen können. Die Expertise liegt dabei nicht an einer Stelle, sondern entsteht im Zusammenspiel und dem Austausch vieler Beteiligter im Netzwerk.

Die GLS Zukunftsstiftung Bildung entwickelt damit nicht einfach neue Programme und Projekte, sondern versteht sich zunehmend als Gestalterin von Entwicklungsräumen, in denen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um gemeinsam, in Ruhe und entwicklungsorientiert über gute und zukunftsorientierte Bildung zu sprechen und nachzudenken. 

 

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